Hochwasserfeilegung

Die Raffach, die als Dorfbach mit einer Breite von ca. 1,70 m und einer Tiefe von ca. 60 cm durch Unholzing fließt, war unbefestigt und vor allem zu klein. Bei der Schneeschmelze im Frühjahr und bei schweren Regenfällen fasste der Graben die Wassermengen nicht und es gab regelrecht 2 bis 3 mal im Jahr Hochwasser. Die Wassermassen drangen in die Gebäude entlang des Bachlaufes ein und überschwemmten deren Keller. Auf Drängen der Grabenanlieger, die den Zustand des Baches nicht mehr duldeten, hat die Gemeinde Unholzing unter dem 1. Bürgermeister Karl Mayer im Jahre 1957 die Hochwasserfeilegung beschlossen. Der Hochwassergraben wurde nach der Beschlussfassung des Gemeinderates 1957 gebaut. In der einjährigen Bauzeit wurden die Bachufer mit einer Mauer aus Granitsteinen, die vor Ort durch Steinhauer aus dem Bayerischen Wald hergerichtet wurden, befestigt sowie die Übergänge der Dorfstraßen und die Grundstückseinfahrten durch massiven Brücken hergestellt. Ein Geländer sichert den Bachlauf seitdem zur Straße hin ab. Die Bauarbeiten wurden von den Firmen Taglinger aus Mettenbach und Pritsch aus Sandsbach bei Kehlheim ausgeführt. Georg Meisenhälter

             
Der Dorfbach vor der Hochwasserfreilegung     Der mit Granitsteinen gefasste Dorfbach