Einsätze

 

 

 

 

 

Unwetter verursachte Hochwasserschäden

Unholzing: Am Mittwoch den 13.Juni 1990, ging im Gemeindegebiet Postau ein schweres Unwetter nieder, das insbesondere im Gemeindeteil Unholzing große Wasserschäden verursachte. In nur einer halben Stunde fielen 45mm Niederschläge im Einzugsgebiet der Raffach. Der sonst ruhige Dorfbach in Unholzing schwoll zu einem reißenden Fluss an und trat über die Ufer. Der Hochwassergraben konnte die Wassermassen nicht mehr fassen, so dass die Raffach die Bachstraße 40 cm hoch überflutete. Die links und rechts angrenzenden Anwesen standen in wenigen Minuten im braunen Hochwasser. Elf Anwesen wurden überschwemmt. Die Feuerwehr Unholzing, unter dem Kommandanten Johann Brunner, sowie die zur Unterstützung herangeeilten Wehren aus Postau und Oberköllnbach, waren stundenlang unermüdlich im Einsatz. Bis Mitternacht waren sie damit beschäftigt, das Wasser aus vollgelaufenen Kellern und Stallungen zu pumpen und nach Rückgang des Hochwassers Schmutz und Schlamm zu entfernen. Bei einem Betrieb mussten Ferkel aus einem überfluteten Zuchtsauenstall in Sicherheit gebracht werden. Der erste Bürgermeister Alois Gahr, der ebenfalls am Einsatzort anwesend war, unterstützte die Helfer mit Rat und Tat. Niemand hatte es bis dahin für möglich gehalten, dass 33 Jahre nach der Hochwasserfreilegung in Unholzing, nochmals Häuser und Gehöfte überflutet würden.

 

 

 

Georg Meisenhälter

 

 

 

 

 

 

 

Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr bei einem der größten Brände in Unholzing

 

Am 7. Mai 1987, kurz vor 23:00 Uhr, wurde ein Großbrand im landwirtschaftlichem Anwesen von Johann Meisenhälter (beim Schwaiger) festgestellt. Ausgangspunkt des Brandherdes war die große Scheune, die bereits beim Eintreffen der Feuerwehr Unholzing lichterloh brannte. Durch das schnelle und beherzte Eingreifen der Unholzinger Wehr konnte das Übergreifen der Flammen auf das neue Wohnhaus verhindert werden. Der Dachstuhl der angebauten Garagen konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.

Für die Feuerwehren der Umgebung wurde Großalarm ausgelöst. Es wurden die Wehren von Postau, Wörth, Grießenbach, Weng und Veitsbuch zum Einsatz gerufen. Um die Wasserförderung vom nahen Löschweiher aufzubauen, wurde die Dorfstraße für den Verkehr gesperrt. Der direkt angrenzende Wald musste ständig im Sprühstrahl abgesichert werden, denn durch die große Hitze und den heftigen Funkenflug hätte es außerdem noch zu einem Waldbrand kommen können. In der großen Scheune befanden sich auch die Ställe für Mastschweine und Zuchtsauen. Durch den tatkräftigen Einsatz der Wehrmänner konnten alle Tiere gerettet werden. Diese wurden beim Nachbarn Schweinhuber in dessen Stallungen untergebracht.

Innerhalb von drei Stunden waren die Wirtschaftsgebäude samt Vorräten niedergebrannt und vernichtet. Es war nichts mehr zu retten.

Einsatzleiter war der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Unholzing, Johann Brunner, der erst zwei Wochen im Amt war. Auch Kreisbrandrat Georg Gahr und Kreisbrandmeister Johann Wislsperger waren am Einsatzort und gaben dem jungen Kommandanten Hilfestellung.

Die Brandursache konnte nicht geklärt werden.

 

 

                                                                                                                      Georg Meisenhälter