Schon seit nachweislich vor 1438 gehörte Unholzing zur Pfarrei Moosthann und somit auch zu dem   1492 gestifteten Inkuratbenefizium Postau als Filialkirche. Die Monumenta Boica – eine Sammlung über frühere bayerische Geschichte – berichten über eine Kirche in Unholzing im 12. Jhdt. Bei den Ausschachtungsarbeiten für die Erneuerung des Bodenpflasters 1975 wurden Grundmauern einer früheren Kirche gefunden. Als 1976 der rechte Seitenaltar zur Renovierung abgebaut und der schadhafte Verputz am unteren Teil Turmes und des Altarraumes entfernt war, kamen Mauerreste eines früheren Gebäudes zum Vorschein. Sie lagen erheblich tiefer als der jetzige Bau. Möglicherweise sind es die Reste der Kirche aus dem 12. Jhdt. Aus der Zeit vor der Erbauung des jetzigen Gotteshauses stammen auch noch die beiden Glocken: die kleinere von 1547, die größere von 1681. Die jetzige Kirche ist ein Barockbau aus der 1. Hälfte des 18. Jhdts. – auch die Einrichtung stammt aus dieser Zeit. Bei den jüngsten Renovierungsarbeiten wurden Jahreszahlen am Dachstuhl und Gestühl gefunden, sodass sich die Erbauungszeit auf die Jahre 1735 – 1740 festlegen lässt. Auf die Erhaltung des Gotteshauses wurde stets großer Wert gelegt, was die mehrfache Renovierung zwischen 1850 und 1931 und zuletzt die Außeninstandsetzung 1969 – 1971 sowie Dachstuhlsanierung und Innenrenovierung 1975 – 1976 aber auch der Neubau der Kirchhofmauer auf der Ost- und Westseite des Friedhofes 1990 und 1995 beweisen. Um die Bausubstanz des Gotteshauses zu erhalten wurde 1998 die umfangreiche Trockenlegung des Mauerwerkes bis zu einer Tiefe von 1,50m und die Erneuerung des schadhaften Dachstuhls über dem Altarraum in originalgetreuer Bauweise durchgeführt. Letztere Maßnahmen wurden hauptsächlich getragen durch die Bevölkerung und die Pfarrkuraten Anton Mießlinger, Johann Irberseder und Gottlieb Matei.
Der Unholzinger Quirinuskirche wird schon 1904 in einem Schreiben des K. Generalkonservatoriums bescheinigt, dass sie „künstlerischen und kunsthistorischen Wert“ besitze. Und sie kann tatsächlich wegen ihrer reichen Bemalung und harmonischen Proportionen als ein ländliches Kleinod der Kirchenbaukunst bezeichnet werden. Des weiteren befindet sich auf der Empore eine der ältesten Edenhofer Orgeln Bayerns. Sie stammt aus dem Jahr 1884.

Der Erbauer war Ludwig Edenhofer aus Regen im Bayerischen Wald.

Kurt Geiger

 

Quellenangaben:

Becher, Hans-Dieter, Historischer Atlas von Bayern, Landshut, Kommission für Bayer. Landesgeschichte, München 1978
Görz, Wilhelm, Dr., Geographisch-Historisches Handbuch von Bayern, München und Leipzig 1903
Irberseder, Johann, private Aufzeichnungen zur Geschichte von Unholzing Kunstdenkmäler Bayerns,
Bezirksamt Landshut Puckett, Jakobos, Schloss und Hofmark Hofberg-Oberköllnbach, Autenried 1972
Straubinger, Karl, Chronik über Postau